Bestandsmanagement in der Fertigung: Lagerbestände optimieren

Bestandsmanagement in der Fertigung: Lagerbestände optimieren

Ein einziges fehlendes Bauteil kann reichen, um eine ganze Produktion ins Stocken zu bringen. Gleichzeitig bindet ein überfülltes Lager Kapital, verursacht zusätzliche Kosten und macht Bestände schwerer überschaubar. Für Fertigungsunternehmen kommt es deshalb darauf an, genau die richtige Balance zu finden: genügend Materialien für eine zuverlässige Produktion bereitzuhalten, ohne unnötige Überbestände aufzubauen.

Genau an diesem Punkt wird Bestandsmanagement in der Fertigung entscheidend. Denn schwankende Nachfrage, veränderte Lieferzeiten oder kurzfristige Engpässe können Produktionsabläufe schnell durcheinanderbringen. Wer seine Bestände im Blick behält und vorausschauend plant, kann solche Risiken besser abfedern und Abläufe zuverlässiger steuern.

In diesem Beitrag erfährst du, was Bestandsmanagement in der Fertigung bedeutet, wie es funktioniert, welche Methoden und Kennzahlen wichtig sind und wie du deine Bestände effizienter organisieren kannst.

Was ist Bestandsmanagement in der Fertigung?

Bestandsmanagement in der Fertigung bezeichnet die Planung, Steuerung und Überwachung von Rohstoffen, unfertigen Erzeugnissen und Fertigwaren. Ziel ist es, benötigte Materialien rechtzeitig bereitzustellen, Überbestände zu vermeiden und einen reibungslosen Produktionsablauf sicherzustellen.

Bestandsmanagement in der Fertigung vs. im Einzelhandel

Auf den ersten Blick verfolgen beide Bereiche dasselbe Ziel: Produkte sollen verfügbar sein, wenn sie gebraucht oder nachgefragt werden. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, welche Bestände verwaltet werden und wie komplex ihre Bewegung ist.

Bereich Fertigung Einzelhandel
Bestandsarten Rohstoffe, Bauteile, unfertige und fertige Erzeugnisse hauptsächlich fertige Waren
Zentrale Prozesse Einkauf, Produktion, Lagerung und Auslieferung Einkauf, Lagerung und Verkauf
Planungsgrundlage Produktionspläne, Stücklisten, Nachfrage und Lieferzeiten vor allem Nachfrage und Verkaufszahlen
Komplexität meist höher, da mehrere Produktionsstufen berücksichtigt werden meist geringer, da Waren bereits fertig eingekauft werden
Risiken bei Fehlbeständen Produktionsstillstand oder Verzögerungen Produkte können nicht verkauft werden
Ziel Materialverfügbarkeit sichern und gleichzeitig Bestände gering halten Waren verfügbar halten und Überbestände vermeiden

Im Einzelhandel konzentriert sich das Bestandsmanagement vor allem darauf, fertige Waren verfügbar zu halten, Nachfrage einzuschätzen und rechtzeitig nachzubestellen. In der Fertigung beginnt der Prozess dagegen deutlich früher: Hier müssen auch Rohstoffe, Bauteile und unfertige Erzeugnisse berücksichtigt werden.

Dadurch ist das Bestandsmanagement in der Fertigung meist komplexer. Fehlt beispielsweise nur eine einzelne Komponente, kann sich die Fertigstellung eines gesamten Produkts verzögern. Gleichzeitig gilt es, ausreichend Material bereitzuhalten, ohne unnötig viel Kapital im Lager zu binden.

Weitere Tipps, mit denen du deine Bestandsverwaltung optimieren kannst, erhältst du in diesem Video (auf Englisch):

Warum ist Bestandsmanagement in der Fertigung wichtig?

In der Fertigung hängen viele Prozesse direkt voneinander ab. Fehlt ein Rohstoff oder Bauteil, kann die Produktion ins Stocken geraten. Werden dagegen zu große Mengen eingelagert, steigen Lagerkosten und Kapitalbindung. Ein effektives Bestandsmanagement hilft dabei, diese beiden Extreme möglichst gut auszubalancieren.

Weniger Produktionsunterbrechungen

Benötigte Materialien sind möglichst dann verfügbar, wenn du sie in der Fertigung brauchst. So lassen sich Verzögerungen durch fehlende Rohstoffe oder Bauteile reduzieren.

Geringere Lagerkosten

Überbestände lassen sich minimieren und vorhandene Lagerflächen effizienter nutzen. Dadurch kannst du unnötige Kosten für Lagerung und Verwaltung vermeiden.

Weniger gebundenes Kapital

Wenn du nur die Mengen lagerst, die tatsächlich benötigt werden, steckt weniger Kapital in Materialien oder Produkten, die lange ungenutzt im Lager liegen.

Höhere Lieferfähigkeit

Eine bessere Bestandsplanung erleichtert es dir, Produkte termingerecht fertigzustellen und Bestellungen zuverlässig auszuliefern.

Bessere Planung

Aktuelle Bestandsdaten schaffen eine verlässliche Grundlage für Einkauf, Produktionsplanung und Bedarfsprognosen. So kannst du schneller auf Veränderungen reagieren.

Weniger Ausschuss und Wertverluste

Besonders bei verderblichen, empfindlichen oder schnell veraltenden Materialien hilft eine gezielte Bestandssteuerung dabei, Verluste zu vermeiden und Bestände rechtzeitig zu verwenden.

    Welche Bestandsarten gibt es in der Fertigung?

    In der Fertigung besteht der Bestand nicht nur aus fertigen Produkten. Je nachdem, an welcher Stelle des Produktionsprozesses sich Materialien oder Waren befinden, lassen sich verschiedene Bestandsarten unterscheiden.

    Rohstoffe und Materialien

    Zu dieser Bestandsart gehören alle Materialien und Komponenten, die für die Herstellung eines Produkts benötigt werden. Das können beispielsweise Holz, Metall, Stoffe, Verpackungsmaterialien oder einzelne Bauteile sein. Eine ausreichende Verfügbarkeit ist wichtig, damit die Produktion ohne Verzögerungen starten und weiterlaufen kann.

    Unfertige Erzeugnisse

    Unfertige Erzeugnisse, auch Work in Progress (WIP) genannt, befinden sich bereits im Produktionsprozess, sind aber noch nicht vollständig fertiggestellt. Dazu zählen etwa einzelne Baugruppen, vormontierte Produkte oder Waren, die noch weitere Verarbeitungsschritte durchlaufen müssen.

    Ein hoher Bestand an unfertigen Erzeugnissen kann darauf hindeuten, dass sich Produkte an bestimmten Stellen im Produktionsprozess stauen oder Kapazitäten nicht optimal genutzt werden.

    Fertige Erzeugnisse

    Fertige Erzeugnisse haben den gesamten Produktionsprozess durchlaufen und können verkauft oder ausgeliefert werden. Das Bestandsmanagement muss hier sicherstellen, dass ausreichend Produkte verfügbar sind, ohne unnötig große Mengen auf Lager zu halten.

    Neben diesen drei zentralen Bestandsarten können je nach Unternehmen auch Hilfs- und Betriebsstoffe, Ersatzteile oder Verpackungsmaterialien zum Fertigungsbestand gehören. Entscheidend ist, dass die verschiedenen Bestände gemeinsam betrachtet werden, da sie im Produktionsprozess direkt voneinander abhängen.

    So funktioniert Bestandsmanagement in der Fertigung

    Bestandsmanagement in der Fertigung begleitet Materialien und Produkte über den gesamten Produktionsprozess hinweg. Dabei erfasst du nicht nur aktuelle Lagerbestände, sondern planst auch zukünftige Bedarfe und stimmst Beschaffung, Produktion, Lager und Logistik entlang deiner Supply Chain möglichst genau aufeinander ab.

    1. Ermittle den Bedarf

    Zunächst bestimmst du, welche Produkte du in welcher Menge herstellen möchtest. Als Grundlage können beispielsweise vergangene Verkaufszahlen, aktuelle Aufträge oder Nachfrageprognosen dienen. So erhältst du einen ersten Überblick darüber, welche Bestände du künftig benötigst.

    2. Plane den Materialbedarf

    Im nächsten Schritt ermittelst du, welche Rohstoffe, Bauteile und Materialien für die geplante Produktion notwendig sind. Stücklisten helfen dir dabei, den Bedarf für einzelne Produkte genau zu berechnen und vorhandene Bestände einzubeziehen.

    3. Beschaffe Materialien

    Reichen deine aktuellen Bestände nicht aus, bestellst du die benötigten Materialien nach. Dabei solltest du unter anderem Lieferzeiten, Mindestbestellmengen und mögliche Sicherheitsbestände berücksichtigen, damit es später nicht zu Engpässen kommt.

    4. Erfasse Wareneingang und Bestand

    Sobald neue Materialien eintreffen, kontrollierst du die Lieferung und buchst sie in deinem Bestand ein. Aktuelle und zuverlässige Bestandsdaten sind entscheidend, damit du bei der weiteren Planung nicht mit falschen Mengen arbeitest.

    5. Stelle Materialien für die Produktion bereit

    Anschließend stellst du die benötigten Rohstoffe und Bauteile entsprechend deiner Produktionsplanung bereit. Während der Fertigung verändert sich ihr Status: Aus einzelnen Materialien werden nach und nach unfertige Erzeugnisse.

    6. Verfolge unfertige und fertige Erzeugnisse 

    Auch während der Produktion solltest du im Blick behalten, welche Mengen sich aktuell in Bearbeitung befinden. Sobald ein Produkt fertiggestellt ist, wird es als Fertigware im Bestand erfasst und kann anschließend verkauft oder ausgeliefert werden.

    7. Werte Bestände aus und optimiere sie

    Zum Schluss wertest du deine Bestandsdaten regelmäßig aus. Kennzahlen können dir zeigen, ob du zu große Lagerbestände hältst, häufig Engpässe auftreten oder Materialien zu lange im Lager liegen. Auf dieser Basis kannst du deine Beschaffung und Produktionsplanung laufend verbessern und gezielte Maßnahmen zur Bestandsoptimierung ableiten.

    Bestandsmanagement ist damit kein einmaliger Vorgang, sondern ein fortlaufender Kreislauf aus Planung, Beschaffung, Produktion und Kontrolle. Je besser du diese Bereiche aufeinander abstimmst, desto zuverlässiger kannst du deine Produktion steuern und unnötige Bestände minimieren.

    Methoden für das Bestandsmanagement in der Fertigung

    Welche Methode für dein Bestandsmanagement geeignet ist, hängt unter anderem von deiner Produktion, der Nachfrage und deinen Lieferketten ab. Häufig werden mehrere Ansätze miteinander kombiniert, um Bestände möglichst niedrig zu halten und gleichzeitig eine zuverlässige Produktion sicherzustellen.

    Push-Strategie

    Bei der Push-Strategie produzierst du auf Grundlage einer erwarteten Nachfrage. Du planst also im Voraus, welche Mengen voraussichtlich benötigt werden, und stellst diese entsprechend her. Der Ansatz eignet sich besonders für Produkte mit einer relativ stabilen und gut vorhersehbaren Nachfrage. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass Prognosen nicht eintreffen und Überbestände entstehen.

    Pull-Strategie

    Die Pull-Strategie funktioniert umgekehrt: Du produzierst erst dann, wenn eine konkrete Nachfrage beziehungsweise Bestellung vorliegt. Dadurch kannst du Lagerbestände reduzieren und vermeidest eher, Produkte herzustellen, für die noch keine Nachfrage besteht. Dafür musst du deine Produktion flexibel organisieren und Materialien kurzfristig verfügbar haben.

    Just-in-Time

    Beim Just-in-Time-Prinzip (JIT) erhältst du Rohstoffe und Materialien möglichst genau dann, wenn du sie für die Produktion benötigst. Dadurch sinken Lagerbestände und damit verbundene Kosten. Voraussetzung sind allerdings zuverlässige Lieferant:innen und gut abgestimmte Prozesse, da Verzögerungen schnell zu Produktionsausfällen führen können.

    ABC-Analyse

    Mit der ABC-Analyse teilst du deine Bestände nach ihrer Bedeutung beziehungsweise ihrem Wert in unterschiedliche Kategorien ein. A-Güter haben einen besonders hohen Wert und sollten entsprechend eng überwacht werden, während C-Güter meist weniger aufwendig gesteuert werden müssen. So kannst du deine Bestände effektiv priorisieren und deine Aufmerksamkeit gezielt auf die Güter richten, die für dein Unternehmen besonders relevant sind.

    Economic Order Quantity (EOQ)

    Die Economic Order Quantity (EOQ), also die wirtschaftliche Bestellmenge, hilft dir dabei, die optimale Menge für eine Bestellung zu bestimmen. Ziel ist es, Bestellkosten möglichst gering zu halten und Lagerkosten zu minimieren. Bestellst du zu kleine Mengen, musst du häufiger nachbestellen und die Bestellkosten steigen. Bei zu großen Mengen wachsen dagegen deine Lagerbestände und damit die Lagerkosten.

    Die EOQ eignet sich besonders, wenn Nachfrage, Bestellkosten und Lagerhaltungskosten relativ gut vorhersehbar sind. In der Fertigung kannst du die EOQ beispielsweise zur Festlegung geeigneter Bestellmengen für regelmäßig benötigte Rohstoffe oder Bauteile nutzen.

    First In, First Out (FIFO)

    Beim First-In-First-Out-Prinzip (FIFO) werden die Bestände zuerst verwendet oder verkauft, die zuerst eingelagert wurden. Ältere Rohstoffe, Bauteile oder Produkte verlassen das Lager also vor neueren Beständen.

    Das ist besonders sinnvoll bei verderblichen, empfindlichen oder zeitkritischen Materialien, deren Qualität mit der Lagerdauer abnehmen kann. FIFO kann dabei helfen, Überalterung, Ausschuss und unnötige Wertverluste zu reduzieren.

    Sicherheitsbestand und Meldebestand

    Ein Sicherheitsbestand dient als zusätzlicher Puffer, wenn die Nachfrage unerwartet steigt oder sich Lieferungen verzögern. Der Meldebestand bezeichnet dagegen den Bestand, bei dessen Erreichen eine neue Bestellung ausgelöst werden sollte. Gemeinsam helfen dir beide Größen dabei, das Risiko von Fehlbeständen und Produktionsunterbrechungen zu reduzieren.

    Welche Methode am besten funktioniert, hängt letztlich von deinem Geschäftsmodell ab. Während eine stabile Lieferkette beispielsweise gute Voraussetzungen für Just-in-Time bietet, kann bei längeren oder schwankenden Lieferzeiten ein größerer Sicherheitsbestand sinnvoller sein.

    Wichtige KPIs für das Bestandsmanagement in der Fertigung

    Kennzahlen helfen dir dabei, einzuschätzen, wie effizient deine Bestände gesteuert werden und an welchen Stellen Potenzial für eine weitere Optimierung besteht. Gerade in der Fertigung zeigen sie nicht nur, wie viel auf Lager liegt, sondern auch, ob Materialien rechtzeitig verfügbar sind, Bestände unnötig Kapital binden oder sich Engpässe im Produktionsprozess abzeichnen.

    Lagerumschlag

    Der Lagerumschlag zeigt, wie häufig dein durchschnittlicher Bestand innerhalb eines bestimmten Zeitraums verbraucht oder ersetzt wird. Ein hoher Lagerumschlag kann darauf hindeuten, dass Materialien und Produkte effizient genutzt werden. Ein sehr niedriger Wert kann dagegen ein Hinweis auf Überbestände oder langsam bewegte Waren sein.

    Servicelevel

    Das Servicelevel gibt an, wie zuverlässig du die Nachfrage mit den vorhandenen Beständen bedienen kannst. Ein hoher Wert zeigt, dass benötigte Produkte oder Materialien meist verfügbar sind. Gleichzeitig sollte der Servicelevel nicht durch unnötig hohe Sicherheitsbestände erkauft werden.

    Bestandsgenauigkeit

    Die Bestandsgenauigkeit beschreibt, wie stark die im System erfassten Mengen mit den tatsächlich vorhandenen Beständen übereinstimmen. Abweichungen können in der Fertigung besonders problematisch sein, da Produktionspläne und Materialbeschaffung häufig direkt auf diesen Daten basieren.

    Fehlbestandsquote

    Die Fehlbestandsquote zeigt, wie häufig benötigte Materialien oder Produkte nicht verfügbar sind. Steigt sie, kann das zu Produktionsunterbrechungen, Verzögerungen oder nicht erfüllten Bestellungen führen.

    Obsoleszenzrate

    Die Obsoleszenzrate gibt an, welcher Anteil deiner Bestände veraltet, nicht mehr nutzbar oder kaum noch verkäuflich ist. Eine steigende Rate kann darauf hinweisen, dass zu große Mengen eingekauft wurden oder Angebot und Nachfrage nicht ausreichend aufeinander abgestimmt sind.

    Wiederbeschaffungszeit

    Die Wiederbeschaffungszeit beschreibt den Zeitraum zwischen der Bestellung eines Materials und dessen Verfügbarkeit für die Produktion. Während kurze Lieferzeiten eine flexiblere Bestandsplanung erleichtern können, machen lange oder stark schwankende Lieferzeiten häufig höhere Sicherheitsbestände erforderlich.

    Work in Progress (WIP)

    Work in Progress (WIP) bezeichnet die Menge beziehungsweise den Wert der unfertigen Erzeugnisse, die sich aktuell im Produktionsprozess befinden. Ein ungewöhnlich hoher WIP-Bestand kann darauf hindeuten, dass sich Produkte an bestimmten Produktionsschritten stauen oder Kapazitäten nicht optimal genutzt werden.

    Bestandsmanagement-Software für die Fertigung

    Mit zunehmender Zahl an Produkten, Materialien und Aufträgen wird es schnell unübersichtlich, Bestände manuell zu verwalten. Bestandsmanagement-Software unterstützt dich bei der Verwaltung von Lagerbeständen, indem du Mengen zentral erfassen, Veränderungen nachverfolgen und wichtige Prozesse rund um Einkauf, Produktion und Verkauf besser aufeinander abstimmen kannst.

    Mit Shopify kannst du beispielsweise Bestände an mehreren Standorten verwalten, Mengen separat nachverfolgen und Inventar zwischen Standorten oder von Lieferant:innen transferieren. Auch Bestellungen, Bestandsbewegungen und Güterströme im Lager lassen sich so zentraler organisieren und nachvollziehen.

    Für komplexere Fertigungsprozesse reicht eine klassische Lagerverwaltung allerdings häufig nicht aus. Wenn du beispielsweise Stücklisten, Produktionsaufträge oder Materialbedarfe detailliert planen möchtest, kannst du Shopify mit passenden Apps oder spezialisierten ERP- beziehungsweise MRP-Systemen ergänzen.

    Welche Lösung zu deinem Unternehmen passt, hängt vor allem von der Größe deiner Produktion und der Komplexität deiner Abläufe ab. Wichtig ist, dass Bestands-, Produktions- und Verkaufsdaten möglichst gut zusammenspielen und so mehr Transparenz schaffen. Dadurch behältst du einen besseren Überblick über die Lagerbestände und erkennst schneller, wann Materialien fehlen oder Nachschub erforderlich ist.

    Fazit: Mit gutem Bestandsmanagement Produktion und Lager im Gleichgewicht halten

    Bestandsmanagement in der Fertigung bedeutet vor allem, den richtigen Mittelweg zu finden: Dein Lagerbestand sollte ausreichen, damit benötigte Materialien und Produkte im Lager verfügbar sind, ohne unnötige Überbestände aufzubauen.

    Mit passenden Methoden, aussagekräftigen Kennzahlen und aktuellen Bestandsdaten kannst du Engpässe früher erkennen, Lagerkosten senken und deine Produktion zuverlässiger planen. Digitale Lösungen wie Shopify und ergänzende ERP- oder MRP-Systeme können dabei helfen, Bestände, Verkäufe und Produktionsprozesse besser miteinander zu verknüpfen.

    So wird aus reiner Bestandskontrolle ein wichtiger Bestandteil deiner gesamten Produktionsplanung – und du schaffst die Grundlage für effizientere Abläufe und eine verlässlichere Lieferfähigkeit.


    Häufig gestellte Fragen zum Bestandsmanagement in der Fertigung

    Ab wann lohnt sich eine Bestandsmanagement-Software für Fertigungsunternehmen?

    Eine Bestandsmanagement-Software lohnt sich besonders dann, wenn du viele Materialien, Produkte oder Lagerorte verwaltest und manuelle Prozesse zu unübersichtlich werden. Auch bei häufigen Fehlbeständen, steigenden Beständen oder komplexeren Produktionsabläufen kann eine digitale Lösung helfen, Daten zentral zu erfassen und Prozesse besser zu steuern.

    Wie oft sollten Bestände in der Fertigung überprüft werden?

    Eine zuverlässige Bestandsführung setzt regelmäßige Kontrollen voraus, während das Bestandscontrolling dir hilft, Abweichungen und Optimierungspotenziale frühzeitig zu erkennen. Kritische oder besonders wertvolle Materialien kannst du häufiger prüfen als weniger relevante Bestände. 

    Was ist der Unterschied zwischen Sicherheitsbestand und Mindestbestand?

    Der Sicherheitsbestand dient als zusätzlicher Puffer, wenn es zu einer unerwarteten Schwankung der Nachfrage oder zu Lieferverzögerungen kommt. Der Mindestbestand bezeichnet dagegen die Menge, die möglichst nicht unterschritten werden sollte, damit Produktion und Lieferfähigkeit nicht gefährdet werden.

    Welche Fehler treten beim Bestandsmanagement in der Fertigung häufig auf?

    Zu den häufigsten Herausforderungen des Bestandsmanagements zählen ungenaue Bedarfsprognosen, veraltete Bestandsdaten, zu hohe Sicherheitsbestände, verspätete Nachbestellungen und eine fehlende Abstimmung zwischen Einkauf, Lager und Produktion. 

    Start your free 14-day trial of Shopify